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Klingnauer Reben und Wein



Reben
Rebberg mit Dornestigele-Fussweg
Rebbau heute...
Die Gemeinde Klingnau hat heute in ihrem Bauzonenplan eine Rebzone von ca. 10 ha ausgeschieden, welche im kantonalen Rebkataster verzeichnet ist. In diesem Kataster werden nur Flächen aufgenommen, welche sich besonders gut für den Rebbau eigenen (Hanglage mit Orientierung gegen Süden bis Südwesten, nicht höher als 500 m ü.M., Mindestneigung von 30%).
Hinzu kommt, dass Klingnau dank des Stausees und der topographischen Lage am Fusse des Achenbergs und im Mündungsbereich von Aare- und Rheintal ein für den Rebbau speziell gut geeignetes Mikroklima aufweist. Dies manifestiert sich jährlich, wenn die Klingnauer Trauben ein bis zwei Wochen früher reif sind als jene in den umliegenden Rebgebieten!
Von der gesamten Rebfläche sind 7.3 ha mit Blauburgunder, 1.8 ha mit Riesling x Sylvaner und 0.9 ha mit weiteren sechs Spezialsorten bestockt. Im Jahr 2000 konnten die Weinbaugenossenschaft Klingnau und weitere fünf Rebbauern insgesamt 94 Tonnen Trauben ernten, deren Öchslegrade meist über dem kantonalen Durchschnitt lagen.

...und gestern
Bereits im 13. und 14. Jahrhundert wurde in Klingnau Rebbau betrieben und Wein gekeltert. Die Produktion war damals so reichlich, dass der Klingnauer in grossen Mengen auswärts verkauft wurde. Nur war die Qualität - im Gegensatz zu heute - nicht immer über alle Zweifel erhaben. Beispielsweise griff Zürich zum drastischen Mittel des Einfuhrstopps, weil die Qualität so miserabel war. Ein Jäger von Höngg, der trotzdem Klingnauer kaufte, wurde mit zehn Pfund Haller bestraft!

Wie die anderen Bauern mussten auch die Weinbauern eine Abgabe, den sogenannten „nassen Zehnten“ entrichten. Seine Entrichtung an das Chorherrenstift Zurzach schmerzte unsere Weinbauvorfahren so sehr, dass sie alle erdenklichen Kniffe versuchten, um die Abgabe kürzen zu können. So behaupteten sie, sie hätten von alters her das Recht, "dass wenn zehn Mass Zehntwein in den Kübel gemessen, demselben Kübel alsdann ein Stoss gegeben werde, daraus erfolge, dass von diesen zehen Massen Zehntwein vermittelst dieses Schupfs ein, anderthalb oder gar zwo Mass, bald minder, bald mehr, in die Weinstanden wiederum geschittet werde." Sogar vor dem bischöflichen Gericht von Konstanz konnten sie dieses Recht auf den Schupf erfolgreich verteidigen.

Nachdem Anfang des 20. Jahrhunderts praktisch der ganze Klingnauer Rebberg durch die aus Amerika eingeschleppte Reblaus zerstört wurde, gründeten die Rebbauern am 22. November 1922 die Weinbaugenossenschaft Klingnau mit dem Ziel, den Rebberg wieder aufzubauen und Rebsetzlinge mit Unterholz, das gegen die Reblaus resistent ist, aufzuziehen.

Während heute in Klingnau ca. 10 ha mit Reben bestockt sind, betrug die Rebfläche um 1780 rund 321 Jucharten (115 ha). Bis Mitte des 19. Jahrhunderts reduzierte sich diese Fläche auf 160 Jucharten (ca. 57 ha). Der Ertrag wurde damals von 281 Rebbauern in acht Trotten gekeltert.
 
 

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