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Klingnauer Reben und Wein



Reben
Rebberg mit Dornestigele-Fussweg
Heute kleine Menge, aber Weine von höchster Qualität
Die Gemeinde Klingnau hat heute in ihrem Zonenplan eine Rebzone von zirka 12 Hektaren ausgeschieden, welche im kantonalen Rebkataster verzeichnet und damit vor Überbauung geschützt sind. In diesem Kataster werden nur Flächen aufgenommen, die sich besonders gut für den Rebbau eignen. Das sind Hanglagen mit Orientierung gegen Süden bis Südwesten und nicht höher als 500 Meter über Meer. An den Sonnenhängen oberhalb des Städtchens wachsen die Reben nur bis gegen 400 M.ü.M. Hinzu kommt, dass Klingnau dank des Stausees und der topographischen Lage am Fusse des Achenbergs und im Mündungsbereich der Aare in den Rhein ein für den Rebbau speziell gut geeignetes Mikroklima aufweist. Dies manifestiert sich jährlich, wenn die Klingnauer Trauben ein bis zwei Wochen früher reif sind, als jene in den umliegenden Rebgebieten.  Auch die Öchslegrade zur Messung des Zuckergehalts liegen meistens über dem kantonalen Durchschnitt. Die Grundlagen für eine ausgezeichnete Qualität sind damit optimal.

Bei den Traubensorten dominieren die Blauburgunder mit 9,1 der rund 12 Hektaren sehr stark, rund 1 Hektare sind mit Riesling-Sylvaner-Trauben bestockt. Auf einer Fläche von weiteren 1,9 Hektaren gedeihen die Spezialsorten Cabarnet Dorsa, Diolinoir, Divico, Malbec, Pinot gris, Sauvignon blanc und Zweigelt.

Die Weinbaugenossenschaft Klingnau pflegt mit rund 25 Hobbywinzern nur 1,4 Hektaren Reben. Mit der nötigen Reduktion von Trieben und Trauben wird die Qualität mit viel Handarbeit gefördert. Die Ernte erfolgt erst bei optimaler Reife der süssen Trauben. Gekeltert werden sie im bekannten Weingut Meier vom Sternen in Würenlingen, wo die edlen Tropfen in Stahltanks und Holzfässern heranreifen. In Klingnau betreibt die Weinbaugenossenschaft an der Sonnengasse einen eigenen Laden (www.klingnauerweine.ch). Von hier aus werden Privatkunden und Restaurants mit Riesling-Sylvanern, Blauburgundern, Pinot gris, Federweissen und den beliebten Schlossweinen beliefert.

Die grösste Fläche von 10,6 Hektaren wird von fünf Weingütern aus der Umgebung bewirtschaftet. Teils grosse Ausfälle gab es in den letzten Jahren durch massive Frühlingsfröste 2016 und 2017. In den Jahren davor sorgte das Spritzmittel Moon Privilege und die Kirschessigfliege für kleinere Erträge. Frostbedingt gab es im Jahr 2017 mit 71,2 Tonnen Trauben nur rund 70 Prozent einer durchschnittlichen Ernte. Aber die geringe Menge bedeutet auch eine sehr gute Qualität.

Weinbau als jahrundertalte Tradition in Klingnau
Bereits im 13. und 14. Jahrhundert wurde in Klingnau Rebbau betrieben und Wein gekeltert. Um das Jahr 1780 erreichte die Rebfläche 115 Hektaren, fast zehnmal grösser als heute! Die ganzen Hänge bis hinauf zum Hönger waren damals Rebberge. Der Ertrag wurde von 281 Rebbauern in acht Trotten gekeltert. Die Produktion war damals so reichlich, dass der Klingnauer in grossen Mengen auswärts verkauft wurde. Nur war die Qualität – mild ausgedrückt – nicht immer über alle Zweifel erhaben. So griff Zürich zum drastischen Mittel des Einfuhrstopps, weil die Qualität so miserabel war.

Wie die anderen Bauern mussten auch die Weinbauern eine Abgabe, den sogenannten  nassen Zehnten,  an das Chorherrenstift Zurzach entrichten. Mit allen erdenklichen Kniffen versuchten sie, die Abgabe zu kürzen. So beriefen sie sich auf das Schupfrecht. Dem Kübel mit zehn Mass Zehntwein gaben sie einen so starken Stoss, dass anderhalb bis zwei Mass in die Weinstanden zurückflossen. Das bischöfliche Gericht in Konstanz schützte dieses Recht auf den Schupf. 

Schon bis mitte des 19. Jahrhunderts reduzierte sich die Rebfläche auf die Hälfte. Aber zur Katastrophe kam es auch in Klingnau, als die aus Amerika eingeschleppte Reblaus am Anfang des 20. Jahrhunderts praktisch die ganzen Rebberge zerstörte. Am 22. November 1922 gründeten Rebbauern die Weinbaugenossenschaft Klingnau mit dem Ziel, den Rebberg wieder aufzubauen. Das gelang mit einem Unterholz, das gegen die Reblaus resistent war und ist. Die Methode wird auch heute noch angewendet, Rebschulen ziehen solche Setzlinge.
 
 

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